FRS: Das Kino der Nation

Schweiz 1985. , Farbe, min.
 

Inhalt

Nach seinem erfolgreichen Debut mit "Gilberte de Courgenay" (1941) galt Franz Schnyder (1910-1993) in den 50er- und 60er-Jahren als erfolgreicher Interpret von Jeremias Gotthelf ("Uli der Knecht" 1954, "Uli der Pächter" 1955, "Die Käserei in der Vehfreude" 1958, "Anne Bäbi Jowäger" 1960) und Johanna Spyri ("Heidi und Peter" 1955). Daneben versuchte sich Schnyder in modernen, zeitkritischen Stoffen ("Wilder Urlaub" 1943 und "Der 10.Mai" 1957), denen aber das Publikum die Gefolgschaft verweigerte. Schnyders Karriere fand in der Aufbruchstimmung von 1968 mit der Fernsehserie und dem Kinofilm "Die sechs Kummerbuben" ein jähes Ende.

Hintergrundinformationen

Der damals 32-jährige Schweizer Filmregisseur Christoph Kühn spürt in seiner Begegnung mit dem Altmeister den Gründen für Erfolge und Misserfolge, den Gegensätzen und Widersprüchen in der Persönlichkeit von Franz Schnyder nach. Das ungewöhnliche, spielerische Porträt erreicht seinen Höhepunkt, wenn gezeigt wird, wie Franz Schnyder einige Szenen aus seinem nie verwirklichten Herzensprojekt "Pestalozzi" inszeniert. Dank "FRS: Das Kino der Nation" versöhnte sich der zornige alte Mann für kurze Zeit mit den jungen Schweizer Filmemachern, die seine Werke mehrheitlich ablehnten und die Filme als "Grossvaters Kino" abtaten.

RegieChristoph Kühn
Kontakt, WeltrechteChristoph Kühn
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titanicfilm@bluewin.ch
ProduktionFilmkollektiv Zürich AG